EK Rechnung Buchen im NAV

Gestern 15:10

Hallo Zusammen
Habe eine kleine Frage an Euch.

Thema Kreditoren Rechnungen Buchen.

1. Ich habe Kreditoren Rechnung mit Ware wie Artikel die wir ganz normal verkaufen. "Mit Material"
2. Dann habe ich Rechnungen wie z.b. Telefon RE , Versicherungen, Domain Namen Rechnungen. "Ohne Material"

So jetzt die Frage: Wie verbucht Ihr diese Belege im NAV

Bitte schreibt mir doch ganz kurz wie Ihr die zwei doch unterschiedlichen Rechnungen im NAV verbucht
Wie ist bei Euch der Ablauf z.b. über EK Rechnung erstelle mit Wareneingang oder Fibu Zeilen ......

Wisst Ihr Ich denke wir machen da was falsch darum die doofe Frage :-)

Danke Für Eure Antworten
Lg Dany

Re: EK Rechnung Buchen im NAV

Gestern 15:50

Kurz und knapp:
1. Buchung auf Artikel - Bestellung, Wareneingang, Rechnung
2. Buchung auf Sachkonto - nur Rechnung, wobei man hier natürlich auch was bestellen kann (oder in neueren BC-Versionen ggf. Kreditoren-Abonnementverträge nutzen kann).

Re: EK Rechnung Buchen im NAV

Gestern 22:43

Hallo,

Ich kenne beide Vorgehensweisen:
Es gibt Firmen, die konsequent Belege verwenden, d.h. es gibt für alles vom Kassenbon aus dem Supermarkt über den Wareneinkauf bis zu Kostenrechnungen mindestens eine EK-Rechnung, für Wareneinkäufe in der Regel auch Bestellungen und Wareneingänge, das ist aber eher zweitrangig.

Aus eigener Erfahrung kenne ich aber auch diejenigen, die aus welchem Grund auch immer, alles möglichst über Buchblätter direkt als reine Sachkontobuchungen zu buchen, was nicht gerade mit Waren zu tun hat.

Diese Vorgehensweise ist oft schwer nachzuvollziehen, und auch Fehleranfällig insbesondere für Mitarbeiter, die nicht unbedingt das Buchhalter Gen geerbt haben. :-?

Im Zeitalter der aufkommenden E-Rechnung bekommst du in Zukunft sowieso oft eine elektronische Rechnung, die du auch als solche buchen solltest.

Gruß Fiddi

Re: EK Rechnung Buchen im NAV

Heute 11:02

Seitens des Systems kann man ein bisschen hier (= EK-Rechnungen/-gutschriften) und ein bisschen dort ( =Fibu-Buchblatt) machen.

Sinnvoll ist das auf keinen Fall, sondern eher historisch gewachsen aus Zeiten, als Steuerberater noch sehr stark in die Buchungsprozesse von Unternehmen involviert waren und spätestens dann bei Kostenrechnungen weiterhin ihre "DATEV-LogiK" angewandt haben --> reine Buchung über Buchungsliste ( = Fibu Buchblatt)

BEST PRACTICE ist über den Systembeleg EK-Rechnung/-gutschrift zu erfassen, damit man u.a. auch alle Kreditorenrechnungen/-gutschrfiten in einer gesamten Auflistung im System sehen kann.

Vorteil Systembeleg zu Buchblattzeile:
- Nummernserie bedient alle Rechnungen; Anzeige in 1 Liste im System -> - damit ist dann auch der Nachweis der Vollständigkeit für externe Prüfer sofort gegeben !
- Optik gerade bei mehrzeiligen Kostenrechnungen sehr hilfreich, wegen der summierten Betragsanzeige auf Systembelegen zum Nettobetrag / MwSt-Betrag / Bruttobetrag
- Prozess und Optik für alle Rechnungen identisch
- Funktionen wie z.B. "Korrekturgutschrift" / "Beleg kopieren" sind nutzbar
- einheitlicher Genehmigungsworkflow möglich

Vergleich Buchung der Kostenarten über Artikel oder Sachkonto:

1. Buchung direkt über Sachkonto --> stark fehlerbehaftet
- da der Anwender wissen muss, welches Sachkonto das Richtige wäre
- der Steuersatz bei Bedarf in der Belegzeile manuell geändert werden muss
- die Beschreibung der Belegzeile muss immer manuell ergänzt/überschrieben werden
- Benutzer braucht Zugriffsberechtigung auf Sachkonten

2. Buchung über Anlage von Artikeln --> sehr empfehlenswert
- Artikel für Kostenarten anlegen mit Art = Service (kein Wareneingang nötig, keine Lagerhaltung) --> Nutzung der EK-Bestellung möglich!
- bedingt eine Produkbuchungsgruppe für jedes betroffenen Sachkonto + Anlage der Buchungsmatrix Einrichtung --> einmaliger Einrichtungsaufwand
- ermöglicht Buchung von Skontoabzug auf Ursprungskostenart lt. Buchungsmatrix Einrichtung
- Du kannst mehrere Artikel mit aussagekräftiger Bezeichnung für 1 Sachkonto anlegen --> sehr großer Vorteil, da keine kreative Buchungsbeschreibung wie bei einer Sachkontozeile
- Einkäufer muss kein Buchhalter sein, der die korrekten Sachkonten kennt, sondern nur den korrekten Artikel auswählen (was er auch schon von seiner Ware her kennt)
- bei der notwendigen Anwendung verschiedener MwSt-Sätze bei Kostenkonten, kann über verschiedenen Artikel die korrekte MwSt-PBG im Artikel hinterlegt und in der Artikelbezeichnung mitgeführt werden (z.B. "Kfz-Kosten 19%", "Kfz-Kosten 0%")
- Benutzer braucht keine Zugriffsberechtigung auf den Kontenplan


VG
Anke